Mein (abgebrochener) Fujifilm-Akku-Test

Spätestens mit dem Umstieg in die spiegellose Kamera-Welt gehören Ersatz-Akkus zum unersetzlichen Zubehör in jeder Kamera-Tasche. Und wenn man -wie ich- jetzt mehrere Kameras verwendet, kann man gar nicht genug Akkus dabei haben.

Am liebsten mag ich die Original-Akkus von Fujifilm, die gefühlt am längsten halten. Da man für diese jedoch auch am tiefsten in die Tasche greifen muß, finden immer wieder Alternativen den Weg in meine Kamera-Tasche.

Mit diesem kleinen Test wollte ich einfach einmal versuchen zu vergleichen, welcher Akku, welche Leistung liefert und ob sich meine Gefühle bezüglich der Ausdauer bewahrheiten. Dazu wollte ich immer das gleiche Foto mit meiner Fujifilm X-E1 knipsen, bis der Akku leer ist.

Das war der eigentliche Plan.

Alles war vorbereitet, neue Akkus gekauft, am Sonntag mittag mit ein bißchen Zeit, was sollte schon schief gehen, aber lest selber:

Die Testkandiaten:

Der Titelverteidiger:

Fujifilm WP126S * – Der Originalakku von Fujifilm. Der Preis liegt je nach Händler zwischen 50€ und 60€.

Die Herausforderer:

Patona Platinium * – Ein Ersatz-Akku von Patona. Der Preis liegt zwischen 18€ und 25€.

Baxxtar Pro * – Ein Ersatz-Akku von Baxxtar. Der Preis liegt bei rund 15€.

Der Test:

Als Testaufbau wollte ich bei allen Akku die gleichen Einstellungen verwenden:

  • Kamera: Fujifilm X-E1
  • Objektiv: Fujifilm 23mm
  • LCD: an
  • Autofokus: aus
  • OIS: nicht vorhanden
  • Filmformat: JPEG – Normal
  • Speicherkarte: Transcend 30MB/s 200x 32GB
  • Modus: Serienbild 3b/s

Fotografiert werden sollte auf einem Stativ immer das gleiche Bild bis der Akku leer war. Die Anzahl der Aufnahmen wollte ich notieren.

Fujifilm-Akku-Test

Das Ergebnis:

Es kam alles anders als geplant. Der eigentliche Versuch in Einzelbild-Modus zu fotografieren gab ich nach wenigen Auslösungen auf, zu umständlich gestaltete sich dieses Unterfangen. Wie gut, dass die alten Drahtauslöser an die Fujifilm-Kamera passen. Damit lies sich der Test bequem im Serienbild-Modus starten. An das beruhigende Klacken im Hintergrund gewöhnte ich mich flott. Während die X-E1 eifrig Fotos speicherte, konnte ich sogar im Internet surfen und auch ein wenig Zeitung lesen.

Immer wieder schaute ich auf die Akku-Anzeige, allerdings veränderte sich diese nicht.

1500 Auslösungen – Akku voll

3000 Auslösungen – Akku voll

4500 Auslösungen – Akku voll

Nach rund 2h Stunden des kontinuierlichen Kamera-Einsatzes ist nicht einmal ein Balken in der Akku-Anzeige verschwunden.

Frust zog in mir auf und ich brach schliesslich den Test ab.

2h Zeit, rund 5000 Auslösungen für die Katz, und nicht mal ein Akku war ansatzweise leer. Das wollte ich mit drei Akkus machen?

Die Idee einen Blogbeitrag über verschiedene Akku-Laufzeiten zu verfassen, fand ich eigentlich toll, und ich scheiterte an der Umsetzung. Na toll!

Aber schon bald sah ich die Sache jedoch deutlich positiver. Ich habe meine „alte“ Kamera 2 h eifrig genutzt, über 4000 Fotos gemacht und dabei ist der Akku nicht mal ein bißchen leer gegangen. Was will ich mehr? Ich habe Akkus, die mir diese Leistung liefern.

Mein persönliches Fazit:

Ob ich mit Akku A nun 300 Fotos mehr als mit Akku B machen kann, oder Akku A im Vergleich zu Akku C doch 20 Minuten länger hält, weiß ich immer noch nicht und ist mir nun völlig schnuppe. Ich habe gute Akkus für meinen Einsatz, damit kann ich zufrieden sein, und die technischen Test überlasse ich künftig irgendwelchen Technik-Websiten oder Fotozeitschriften. Ich gehe lieber raus und fotografiere meine Bilder. Und wenn der Akku leer ist, dann wechsele ich ihn halt.

Nachbemerkung:

Es ist sicher immer ratsam, die Original-Akkus von Fujifilm zu verwenden, nur für die Verwendung dieser Akkus in den Fujifilm-Kameras übernimmt auch Fujifilm eine Garantie. Auch ich kann für etwaige Schäden durch Alternativen keine Haftung übernehmen. Bislang habe ich jedoch noch keine schlechten Erfahrungen mit Mitbewerber-Produkten erlebt.

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