Meine neue Fototasche: Thinktank Retrospective 7 V2.0 – Pinestone

Oh, was passiert hier? Macht der soloART-Blog nun dem Taschenfreak Konkurrenz?

Nein, ganz bestimmt nicht. Jörg von Taschenfreak macht das schon seit Jahren super, und die meisten meiner Fototaschen ( ja ich habe mehr als eine) habe ich mir nach einem Review auf seinem Blog gegönnt und so war es auch bei der nun vorgestellten ThinkTank-Tasche*. Mein zusätzlicher Erfahrungsbericht soll nur meine Sicht auf die Tasche darstellen und meine persönliche Meinung wiedergeben.

Also los geht‘s:

Was suchte ich?

Eigentlich bin ich gerne mit nur kleinem Gepäck unterwegs: eine Kamera, ein Objektiv, Speicherkarten und Ersatzakkus. Dafür verwende ich am liebsten meine Cosyspeed Streetomatic* und wenn es einwenig mehr ist, kommt mein Compagnon Little Messenger zum Einsatz. Eigentlich könnte ich damit zufrieden sein. Aber nun benötigte ich für anstehende Reisen doch etwas mehr. Mein iPad sollte zusätzlich mit, auch ein Akkupack und diverser Kleinkram sollten in die Tasche passen. Also suchte ich nach einer schicken, vielseitigen Tasche, die diesen Ansprüchen genügen würde.

Im YouTube-Video vom Taschenfreak wurde ich auf die neue Version der ThinkTank Retrospective 7 aufmerksam.

Danach begann die übliche Internet-Recherche: Review hier, Video da, und auch auf Instagram fand ich viele zufriedene Nutzer. Als ich die Retrospective 7V2.0 einmal als Schnäppchen entdeckte, könnte ich nicht wiederstehen.

Seite - ThinkTank Retrospective 7 V2.0

Erster Eindruck:

Für alle, die eine Retrospective noch nicht in den Finger hatten, beschreibe ich zunächst einmal die Haptik, denn das ist das Erste, was man nun mal zu fassen bekommt. Das Material aus Canvas fühlt sich rauh und fest an, man glaubt, dass diese Tasche einiges aushalten kann. Und vielleicht ist sie sogar wasserfest, sicherheitshalber liefert ThinkTank ein „Regencape“ für die Tasche mit, welches ich auch schon bei schmuddeligem Nordsee-Wetter genutzt habe.

Zurück zum Stoff: Der gesamte Aussenstoff ist von diesem grauen, soliden Canvas umgeben. Die Festigkeit macht sich besonders beim großen Deckel bemerkbar. Neu gegenüber der Vorgängerversion befindet sich darunter nun ein Reißverschluss zum sicheren Schutz der Ausrüstung in der Tasche. Auf Reisen kann dieser bestimmt nützlich sein, ich habe ihn aber in der dafür vorgesehen Klappe im Deckel „versteckt“.

Unter der Reißverschlusssicherung findet sich dann die eigentliche Haupttasche, die mit weicheren Polster ausgelegt ist. Mitgeliefert werden zahlreiche Einlegefächer, mehr als ich für mein Equipment benötigte. Die Kamera wird dadurch sehr gut geschützt und man hat ein gutes Gefühl beim Verstauen seiner bisweilen recht teuren Ausrüstung.

Nach hinten schließt sich ein Laptop/iPad-Fach an. Laut Hersteller soll ein Notebook bis 13‘ hineinpassen, da ich jedoch nur mein iPad mit Schutzhülle hineinlege, habe ich Platz technisch keine Probleme. Im vorderen Teil des Hauptfaches gibt es noch eine weitere Tasche, in die wahrscheinlich noch ein kleineres iPad passen würde.

Auch vor dem Hauptfach befindet sich eine große Extratasche mit extra Fächer mit Einsteckmöglichlichkeiten für Stifte und allerhand Kleinkram. Auch eine zusätzliche Reißverschlusstasche findet sich hier.

Am seitlichen Rand hat der Hersteller sich dann noch etwa besonders einfallen lassen: ein ausklappbarer Getränkenflaschenhalter. Dadurch kommt die Kamera nicht in Kontakt mit Getränken, die man evtl. bei einer längeren Tour mit sich führt.

Überhaupt bietet ThinkTank einige Gimmicks an der Tasche: so gibt es Haken für die Befestigung des Regenschutzes, oder auch die verstellbaren Klett-Verschlüsse für den Hauptdeckel sind ein praktisches Utensil, die ich regelmäßig nutze.

Inhalt - ThinkTank Retrospective 7 V2.0

Der erste Urlaub:

Für den nächsten Urlaub war klar, dass die neue Tasche mit durfte. Für die Fahrt könnte ich die Tasche mit allem notwendigen Zubehör „beladen“. Sowohl Akkus samt Ladegeräten, Sonnenbrillen, Urlaubslektüre und was man sonst so alles noch in seine Handtasche packt, passten ohne Probleme neben das Fotoequipment. Einzig die Tasche wird dadurch etwas schwer. Leer wiegt die Tasche bereits rund 1kg, beladen dementsprechend mehr. Im Urlaub wurde das Gepäck auf das Nötigste dann wieder beschränkt, allerdings ist „Nötigste“ ein sehr dehnbarer Begriff. Außerdem vergisst man manchmal in den vielen Seitentasche das ein oder andere. So habe ich mich bei einer Radtour gewundert, warum die Tasche so schwer war und während der Tour fand ich dann im iPad-Fach, das aktuelle Buch, welches ich in der Fotobuch-Ecke als nächstes vorstellen wollte.

Kommen wir zum Gurt: der Gurt ist angenehm weich und biegsam, zum Glück gibt es ein verschiebbares Polster, da er ohne an der Schulter bestimmt einschnüren könnte. Mit Polster trägt sich die Tasche angenehm und das Gewicht ist nicht so zu spüren. Dank der Anti-Rutsch-Noppen ist bei meinen Touren zu Fuß oder auf dem Rad die Tasche nie verrutscht.

Gurtpolster - ThinkTank Retrospective 7 V2.0

Der rauhen Nordsee-Umgebung konnte mein Fotoequiment nichts anhaben. Als die Gischt zu sehr spritzte oder der Regen uns am Strand erwischte, habe ich – wie oben- bereits erwähnt, das mitgelieferte Regencape meiner Tasche angezogen.

Sowohl auf den Touren im Urlaub, als auch bei der An- und Abreise leistete die Tasche gute Dienste, der Inhalt ließ sich flott herausnehmen, wenn man etwas benötigte; ich hatte nie das Gefühl etwas zu verlieren.

Inhalt - ThinkTank Retrospective 7 V2.0

Persönliches Fazit:

Nach nur einem Urlaub mag ich die Tasche. Sie bietet das, was ich gesucht habe:

  • mehr Platz als die vorhandenen Taschen
  • guter Schutz des Equipments
  • angenehme Haptik und Optik

Manche Vorteile bieten auch ein paar – wenn man so will- Nachteile, so ist es zwar toll alles in die Tasche zu bekommen, allerdings geht dies auf Kosten des Gewichts, bei der ein oder anderen Tour hatte ich wieder zu viel dabei. Außerdem habe ich in den vielen zusätzlichen Fächern mich manchmal etwas verloren und musste den eingesteckten Ersatzakku oder die Speicherkarte etwas suchen. Das wird sich aber sicher mit mehr Routine mit der Tasche legen. Die nächsten Urlaube sind bereits geplant, und auch wenn ich mir noch sicher bin, welches Kameraequipment mitkommt, steht zumindest fest, welche Tasche verwendet wird.

Rücken - ThinkTank Retrospective 7 V2.0

Was der Hersteller auf seiner Website noch dazu schreibt:

Eigenschaften

  • Lässig unauffälliges Erscheinungsbild das nichts über den Inhalt verrät
  • Deaktivierbare „Sound Silencer“ Klettverschlüsse am Überwurfdeckel
  • Separates Fach für ein Tablet oder kleines Notebook
  • Teils verstärkte Teiler mit Klett sorgen dafür, dass die Kamera oben gehalten wird
  • Zusätzliche Teiler für weitere Unterteilung zur Aufnahme kleiner Objektive
  • Einfach zu erreichendes Organizerfach mit Ankerpunkt für den Schlüsselbund
  • Mit Reißverschluss gesichertes innenliegendes Fach für wichtige Dokumente
  • Seitliche, komprimierbare Tasche für eine Trinkflasche
  • Stirnseitig angebrachtes Gurtband zur Aufnahme von Taschen aus der Modular Serie oder eines Karabiners
  • Rückseitiger Durchlass für einen Trolley Handgriff
  • Mit Reißverschluss gesichertes Fach auf der Rückseite der Taschen
  • Vortasche passend für ein 10″ Tablet
  • Umlaufender, anschmiegsamer Tragegurt mit verschiebbarem Schulterpolster und Anti-Rutsch Auflage
  • Abnehmbarer Tragegriff
  • Nahtversiegelte Regenschutzhülle im Lieferumfang

Technische Daten:

Retrospective 7 V2.0 Pinestone
Maße Innen: 31,8 x 22,4 x 13,8 cm (BxHxT)
Maße Außen: 34,3 x 24,1 x 17,8 cm (BxHxT)
Maße Notebook Fach bis 13″: 31 x 22 x 2,5 cm (BxHxT)
Gewicht: ca. 1,2 kg mit allem Zubehör

Angaben gemäß Hersteller-Website.

Inhalt - ThinkTank Retrospective 7 V2.0

Links:

ThinkTank – Website

Taschenfreak-Review

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Logo - ThinkTank Retrospective 7 V2.0